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  • AutorenbildLene

Lass‘ uns Gedankenkarussell fahren


Achtung, Achtung! Jetzt geht’s ab hier! Neue Runde, noch mehr Spaß! Chips gibt’s an der Kasse! Die nächste Runde geht rückwäääärts!


Na liebe:r Leser:in,


kennst du diese Sprüche auch noch? Sie versetzen einen direkt zurück in die Zeiten von Break Dancer, Musik Express & Co.


Ungefähr so fühlte sich allerdings auch mein Kopf heute Morgen an. Kaum war ich wach, da startete das Gedankenkarussell. Ohne gekaufte Chips, aber definitiv rückwärts.


Was steht heute alles an? Hab‘ ich einen Termin vergessen? Ich muss noch ein Geschenk kaufen. Kombiniere ich das mit anderen Erledigungen? Kann ich irgendwas verschieben?...

Und das sind noch die harmloseren Gedanken. Sagen wir, es ist wie der Musik Express am Familien-Nachmittag.


Die nächste Runde – ich hab‘ natürlich mehr als ein Ticket für diese muntere Karussellfahrt gekauft – dreht sich um die Zukunft und was alles schlimmes passieren könnte. Das erinnert schon eher an den Break Dancer. Vorne, hinten, seitwärts, ran.


Bin ich beruflich auf dem richtigen Weg? Ist mein Team zufrieden mit mir und meiner Arbeit? Was, wenn ich die Probezeit nicht überstehe und arbeitslos werde? Was, wenn mein Unternehmen Änderungen vornehmen muss?


Next Level: Skyfall Tower

Wie geht es mit meiner Fernbeziehung weiter? Wer von uns ist bereit, etwas zu ändern und v.a. in welchem Umfang? Und was, wenn wir keine gemeinsame Lösung finden? So kann es nicht weitergehen, aber eine Trennung, obwohl alles andere passt? Fragen über Fragen…


Stop! Runter vom Karussell und erstmal Zuckerwatte holen.

Oder in meinem Fall: raus aus dem Bett und ab in den Alltag. Das beantwortet meine Fragen zwar nicht, holt mich aber erstmal aus dieser Spirale raus.


Ich bin ein Mensch, der sich viele Gedanken macht, vieles vielleicht auch zerdenkt. Das liegt sicherlich auch daran, dass ich gerne plane, gerne alles unter Kontrolle habe. Und auf all diese Fragen, oder vielmehr die Antworten auf diese Fragen, habe ich nur bedingt Einfluss.

Ich weiß nicht, was in einem Jahr ist. Vielleicht führe ich weiterhin eine Fernbeziehung und es nervt mich. Vielleicht plane ich dann aber auch einen Umzug und welche Farbe an die Wände unserer gemeinsamen Wohnung kommt.


Aktuell kann ich nur eins tun: mein Bestes geben und optimistisch bleiben.

Selbst der animierte Kung Fu Panda aus dem gleichnamigen Film weiß: „Das Gestern ist Geschichte, das Morgen nur Gerüchte, doch das Heute ist die Gegenwart und die zu erleben ist ein Geschenk!“


Ich werd‘ mir alle Mühe geben. Es wird sicherlich Tage geben, an denen das besser klappt als an anderen.


In der Zwischenzeit geh ich schaukeln.


Bis zum nächsten Mal,

eure Lene


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